China und Tibet

Erste Tee-ZeremonieSo liebe Leute, es ist mal wieder so weit. und weit ist auch das Stichwort. China ist ungefaehr so gross wie Europa und wir legen wahnsinnige Strecken zurueck. Morgen zB fahren wir fuer geschlagene 45h von Lhasa (Tibet) mit dem Zug nach Chengdu. – sieht auf der Karte erst nicht so weit aus, man merkts aber an den Strecken…

Beim letzten Blog waren wir zwar schon in China, haben jecoch ueber Myanmar berichtet. Jetzt also unser China Intro (nach 3 Wochen, davon 10 Tage Tibet):
Die Ankunft in China war mehr als abenteuerlich: wir haben zwar sofort Geld abheben koennen, aber dann kam die Ueberraschung. KEINER konnte Englisch sprechen noch lesen … das war dann auch sehr witzig mit dem einigermassen schlecht gelaunten Taxi Fahrer grunzend durch Xiamen zu fahren…. ENDLICH am Hotel angekommen, war es leider das falsche – aber egal um 22h nach 36h Reisen (von Myanmar via Bangkok nach Xiamen) auch egal. Danke und tschuess. Das Hotel sprach auch keine uns bekannte Sprache, aber nachdem Tini und Erik “Schlafen” vorgespielt haben, gings dann.

Naechster Schock: es war SAUkalt. Und das nach 40 Grad Myanmar Strand. Dazu kommt, dass die Chinesen sehr sehr anders sind, als
die ShanghaiBurmesen. Wir wurden merkwuerdig beaeugt, fuer uns unhoeflich behandelt. ( wenn wir etwas fragen, wird so getan, als seien wir nicht da… Sachen werden uns ohne Vorwarnung aus der Hand gerissen (Pass, Karte etc.) also, irgendwie erst mal nicht so nett… Dann ist chinesisch ja nicht gerade einfach zu verstehen oder zu lesen. Die Chinesen meinen aber, dass es an unserem Gehoer liegt und schreien uns dann mal gerne an… Super !

Jetzt nach drei Wochen haben wir verstanden wie man in China ordentlich ueber die Runden kommt. Der Anfang und vor allem der Uebergang von Myanmar nach China war … hmmm… gewoehnungsbeduerftig … (quasi vom Paradies ins KALTE Wasser)…
Das Schmatzen und Spucken am Tisch und das Rotzen auf der Strasse ist zwar fuer Europaeische Ohren fremd, aber mittlerweile kommt man von A nach B und es gibt auch nette Menschen in China. Also als Ratschlag der Guete: Wer nach China reist, sollte vorher nicht nach Myanmar reisen… wenn, dann umgekehrt.

Soweit so gut. Was haben wir denn von China bisher gesehen?!

Von Xiamen gings ueber Hangzhou nach Shanghai. Sehr sehr coole Stadt. Gross, wahnsinnge beeindruckende Skyline (vor allem, wenn man abends um 22h
ankommt). Viel Chinesische Mauergelaufen, viel gesehen. Dann von Shanghai nach Beijing. Das uebliche Programm von Verbotener Stadt, ueber Platz des Himmlischen Friedens bis zur Chinesischen Mauer (JA, sie ist gross… und lang).
Von Beijing sind wir dann nach Xi’An gefahren (Terrakotta Armee und Shoppen) und von dort gings dann HOCH her: ueber die hoechste Zugstrecke zu einer der hoechsten Staedte der Welt: Lhasa in TIBET !!! Schon die Fahrt als solches darf als Abenteuer bezeichnet werden. Lhasa liegt auf 3700m, dazwischen gings auch mal auf 4500m… Super Ausblicke, schoene Landschaften. Damit alle bei Laune bleiben, ist der Zug mit einem Extra Sauerstoff-Tank ausgestattet… Nach 36h Zugfahrt sind wir in Tibets groesster Stadt angekommen. Nach einem Tag haben wir die hoehe auch deutlich zu spueren bekommen, nicht nur wegen der sichtbaren Berge, sondern auch Kopfschmerzen. Die Akute Hoehekrankheit blieb uns gottseidank erspart.

Tibet ist nicht China und das sieht, hoert und riecht man. Die Strassen sind bunter und weniger modern, die Menschen sehen anders aus. Es riecht nach Yak-Fleisch (Rind) und Raeucher-Staebchen. Erster Eindruck: Super positiv.

Nach 2 Tagen Lhasa Sightseeing (Potalla Palace, ehemalige Residenz des Dalai Lama – sehr beeindruckend und PilgerMarkt) gings dann auf eine 5 Tages
LandRover Tour durck BeijingTibet. Mit dabei: 3 echte Chinesen (ohne Kontrabass) und ein nicht englisch sprechender, staendig motzender, aber doch freundlicher Fahrer (genannt: the Driver). Die Tour war total cool, wir sind durch viele kleine Doerfer gefahren, haben hie und da uebernachtet (ja es gibt Hotels ohne Duschen und WCs), viel mit den Haenden gesprochen, sassen viel im Auto und haben die ATEMBERAUBENDE Landschaft auf uns wirken lassen. Der LandRover war auch noetig, denn Strassen gibts selten, dafuer WanderDuenen und befahrbare Flussbetten inkl. Sandstuerme. Fuer uns eine MordsGaudi, the Driver war so la la begeistert, aber wenigstens stolz auf sein Auto.

Das absolute (und Kuehle) Highlight war das Mount Everest Basis Lager. JA, Mount Everest… 8848m, das Basis Lager auf 5230m … und wir zu seinen Fuessen. Beeindruckend gross und richtig kalt – aber wir mussten es ja auch unbedingt mit Chucks wagen – Eisbein war vorprogrammiert. Unser Nachtlager war etwas 1,5 h Fussmarsch vom Bergfuss entfernt – und der Spaziergang durch die Kaelte mit der duennen Luft da oben war richtig fies! Zur Belohnung gabs dann am BaseCamp eine ordentliche Brise kalten Wind, einen super Ausblick auf den Berg und die Zelte der Bergsteiger und einen warmen
Cafe im Zelt von Zugfahrtnepalesisch Bergsteigern (aufgrund unserer semi-professionellen Ausruestung durfte ihnen klar sein, dass wir morgen nicht auf den Mt. Everest steigen ) – leider war der besagte Berg in Wolkensuppe gehuellt, spaeter gabs dann doch den ganzen Berg fuers Foto. Unser Nachtlager war sehr tibetanisch: ein Zelt und dicke Decken (siehe Foto). Geschlafen wurde nicht so viel, wir waren eher mit frieren beschaeftigt. Morgens waren sich alle einig: die kaelteste Nacht des Lebens (selbst der warme Tee ist in der Kanne gefroren… Aber ein tolles Erlebnis. (von hier aus dem warmen Internet Cafe gesehen…).

Morgen frueh zieht die Karawane weiter, wir fahren, wie gesagt, mit dem Zug laecherliche 45h Stunden Richtung Chengdu. Gross im Gepaeck sind Essens- und Nervennahrung fuer 2 Tage. Dort werden wir China aus PferdeRuecken Perspektive erkunden. Muskelkater vorprogrammiert. Uns gehts gut und weiter gehts.

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