Kashgar and the Karakoram Highway

Kashgar Old Town For English Version please scroll down !

Deutsch
Kashgar, Karakol See und der Karakoram Highway

Kashgar, gelegen am westlichen Ende der Taklamakan Wueste, war frueher eine wichtige Oase an der Seidenstrasse. Der Kontrast zwischen der modernen “chinesischen Stadt” und der alten “uhigurischen Stadt” ist gross. Die Einwohner sind zum Grossteil muslimische Uhiguren, die mit den Chinesen nur wenig gemeinsam haben…

In Kashgar ist jeden Sonntag Markttag, Tausende Menschen aus der Umgebung kommen um Waren und Tiere zu kaufen oder zu verkaufen. Auf dem Tiermarkt gab es Ziegen, Schafe, Kuehe, Kamele und Esel. Eine staubige aber sehr spannende Angelegenheit !
Habe einem Schafhaendler bei einem Deal ueber die Schulter gesehen, er hat 2 Schafe fuer Euro 70,- verkauft. Der Kaeufer hat die Tiere zunaechst genau begutachtet (Gebiss, Muskulatur und keine Ahnung was noch…) und den Deal dann per Handschlag besiegelt.
Einige Eseln sind auch neu beschlagen worden (neue Hufeisen), das hat denen aber gar nicht gefallen…

Letzte Woche war ich am Karakol See, liegt 200km von Kashgar entfernt am Karakoram Highway (die Strasse verbindet China mit Pakistan). Dort angekommen, wurde ich von einem freundlichen Kirgiesen eingeladen bei ihm und seiner Familie unterzukommen, er hat nur Euro 2,50 Kashgar New Townpro Nacht verlangt (inkl. Essen), da hab’ ich gleich zugestimmt !
Zum Fruehstueck gab es trockenes Brot welches mit Yak-Milch-Tee gegessen wird (das ist so hart, dass man es ohne den Tee gar nicht essen koennte…), zum Mittagessen das Gleiche, und Abends gab es Reis mit ein wenig Gemuese und Fleisch. Die Familie war ziemlich irritiert dass ich das Fleisch nicht gegessen habe (bin Vegetarier), fuer die Familie wahrscheinlich das Wertvollste an der ganzen Mahlzeit, naja, ich hab versucht zu erklaeren dass ich Fleisch nicht vertrage. Das war etwas schwierig, denn wir haben uns fast nur per Zeichensprache verstaendigt, Englisch sprach der Vater nur ein paar wenige Worte.
Die Kinder waren sehr aufgeschlossen und wollten die ganze Zeit mit mir spielen, als ich meine Jonglier-Baelle ausgepackt habe waren sie ganz von den Socken, die Baelle haben den Kids so gut gefallen dass ich jetzt nur noch 2 habe.
Die Familie wohnt in einem kleinen Haus, mit nur einem Raum, wir haben alle zusammen auf dem grossen Bett geschlafen. Viehwirtschaft (Yaks, Ziegen, Schafe) und gelegentlicher Tourismus sind wohl deren Haupteinnahmequellen um ein sehr bescheidenes Leben zu bestreiten.

Am morgen hat mir der Nachbar angeboten mit dem Pferd hoch zum Mustagata Kashgar Livestock MarketBasislager zu reiten. Nachdem der Preis ausgehandelt war, sind wir mit 2 Pferden losgeritten. Unterwegs haben wir Schaf-und Yakhirten getroffen und auch ein paar Murmeltiere gesehen. 2 Stunden spaeter sind wir oben auf ca. 4200 m angekommen und haben die fantastische Aussicht auf die 7000er Berge genossen, wow ! Zurueck zum Dorf ging es dann teilweise im Galopp, das hat richtig Spass gemacht !
(Spaeter habe ich rausgefunden das Base Camp liegt ganz wo anders, aber macht ja nichts, es war super….)

Mittags bin ich dann mit dem Fahrrad um den Karakol See gefahren. Zwischendurch ist mir ploetzlich ein Typ schreiend nachgerannt, ich glaube der wollte die Euro 5,- Touristengebuehr kassieren, aber er war zu Fuss und ich war mit dem Fahrrad schneller 🙂

Nach 2 Naechten bei der Kirgisischen Familie hab ich mein Fahrrad “gesattelt” und bin die 200km zurueck nach Kashgar geradelt. Eine grandiose Fahrt auf dem unteren Karakoram Highway und zum Teil durch die Wueste. Am zweiten Fahrtag konnte ich sogar meinen eigenen Rekord brechen und bin 135km gefahren (was nicht so schwierig war, denn es ging ca. 50km bergab).

Morgen starte ich endlich mit dem Fahrrad in Richtung Mount Kailash, Ihr werdet also A Lady Selling Breadein paar Wochen lang nichts von mir hoeren, da es erst nach ca. 1200km wieder einen Internetzugang hat.

ENGLISH
Kashgar, Karakol Lake and the Karakoram Highway

Kashgar, loacated at the western end of the Taklimakan desert, was earlier an important town on the old silk road. The contrast between the modern “chinese city” and the old “Uhigur town is big. The majority of inhabitants are muslim Uhigurs, who have little in common with the Chinese…

Sunday is market day in Kashgar, thousands of people from the whole region come to buy or sell goods and animals. At the livestock market goats, sheep, cows, camels and donkeys have been traded. A dusty but very exciting issue !
I watched a sheep dealer over the shoulder as he sold 2 sheep for Euro 70,-. The buyer first checked the animals (mouth, muscles, and I don’t know what else) then sealed the deal by handshake. Some donkeys also got new shoes, they didn’t like that much…

Last week I’ve been to the Karakol lake, 200km away from Kashgar on the Karakoram Highway (which connects China and Pakistan). When I arrived, a friendly Kyrgise man invited me to stay At the Karakol Lakewith him and his familiy, he charged only Euro 2,50 per night (incl. food), I agreed on the spot !

For breakfast we had dry bread which is eaten with Yak-milk-tea (it is so hard, you couldn’t eat it without the tea…), for lunch it was the same and for dinner we had rice with a few vegetables and meat. The family was quite confused when I didn’t eat the meat (am vegetarian), for them probably the most valuable part of the dish, well I tried to explain them I can’t eat meat due to my bad stomache. That was difficult, as we communicated almost only by signlanguage, the father spoke a very few words English only.
The kids were open-minded and wanted to play with me all the time, when I unpacked my juggle-balls the ranted and raved, they liked those balls so much, now I have only 2 left…
The family lives in a small house with one room only, we slept all together on the big bed. They make their modest living by a few Yaks, sheep, goats and the occasional tourist.

The next morning, one neighbour offered me to ride to the Muztagata Base Staying with a Kyrgise FamilyCamp by horse. When the price had been negotiated, we headed for the mountains with 2 horses. On the way we met shepards and even spoted a few marmots. 2 hours later we arrived on an altitude of about 4200m and enjoyed the fantastic views of the 7000m mountains. Back to the village we rode partially in galopp, that was real fun !
(Later on, I found out the actual base camp is elsewhere, but it didn’t matter, it was awesome anyways.)

In the afternoon, I cycled around the Karakol lake, when suddenly a guy was shouting and running behind me. I think he wanted to get the Euro 5,- tourist charge out of me, but he was on foot and I was on bicycle, he had no chance 🙂

After 2 nights with the Kyrgise family, I “saddled” my bike and cycled the 200km back to Kashgar. An awesome ride on the lower Karakoram Highway and the last bit through the desert. On the second day I could even top my record and cycled 135km. (It wasn’t so hard, as the first 50km were mostly downhill).

Tomorrow finally, I’ll start cycling towards Mount Kailash, you won’t Muztagata "Base Camp"hear from me for a few weeks, as the next Internet access is apprx. 1200km ahead.

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